Bundestagswahl 2017

Unser Kandidat für den Landkreis Aurich und die Stadt Emden:

Zur Person:

• Geboren am 7.12.1955 in Hage/Ostfriesland
• Verheiratet, zwei Töchter

Beruflich:

• 1974: Abitur am Ulrichsgymnasium Norden
• 1975: Zivildienst in einer Behinderteneinrichtung
• bis 1981: Studium der Landwirtschaft an der Fachhochschule Osnabrück
• 1981: Einstieg in den elterlichen Landwirtschaftsbetrieb
• 1988: Umstellung des Betriebs auf ökologischen Landbau nach den Richtlinien des Bioland-Verbandes
• 2016: außerfamiliäre Hofübergabe mit weiterer ökologischer Bewirtschaftung
• Als Gesellschafter in der angeschlossenen Vermarktungs-GbR weiterhin im Betrieb tätig

Politisch:

• Seit 2010 Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen
• 2011-2016 Mitglied des Kreistags Aurich-Norden; Mitglied im Finanzausschuss, im Wirtschaftsausschuss und in der Gesellschafterversammlung der Ubbo-Emmius-Klinik-GmbH
• Seit 1998: Sprecher der Bioland-Regionalgruppe Ostfriesland

Warum bewerbe ich mich um ein Bundestagsmandat?

1. Das Jahr 2017 wird dadurch bestimmt, dass rechtspopulistische Parteien und Gruppierungen den Wahlkampf zur Bundestagswahl im September für fremdenfeindliche und nationalistische Propaganda nutzen werden. Die etablierten Parteien stehen stark unter Druck, es besteht die Gefahr dass sie sich von der AfD und der vermeintlichen Stimmung in der Bevölkerung in die gleiche Richtung drängen lassen. Ich möchte, dass auch weiterhin die öffentliche Diskussion bestimmt wird durch eine weltoffene und tolerante Einstellung allen Menschen gegenüber, egal woher sie kommen, welche Hautfarbe, welches Geschlecht, welche Religion oder welche Sexualität sie haben. Ich möchte, dass Deutschland auch weiterhin bedrohten Menschen Asyl gewährt und ihnen Sicherheit vor Verfolgungund Lebensgefahr bietet. Unsere Anstrengungen hinsichtlich der Integration dieser Menschen müssen verbessert werden. Gleichzeitig sehe ich natürlich auch, dass es bei uns zu Recht die Erwartung gibt, dass sich diejenigen, die in unser Land kommen, an unsere Regeln und Gesetze halten. Menschen die diese Erwartung nicht erfüllen wollen, müssen damit rechnen, dass sie nicht bei uns bleiben können. Kriminelle Handlungen und terroristische Bestrebungen müssen konsequent durch Polizei und Justiz bekämpft werden.Bevor Gesetze und Bestimmungen verschärft werden, müssen erst einmal die bestehenden Regelungen ausgeschöpft und die geltenden Gesetze angewandt werden.

2. In unserem Wahlkreis zeichnete sich die Situation ab, dass wir ohne Direktkandidaten zur Bundestagswahl antreten würden. Ich finde, das darf nicht passieren! Die Grüne Partei muss nach der Wahl gestärkt in Berlin für unsere Themen kämpfen. Dafür ist es natürlich erforderlich, dass wir auch hier vor Ort den Wahlkampf mit einem guten personellen Angebot undmit guten Antworten auf die vielen politischen Themen führen. Durch meine veränderte berufliche Situation und nach meinem Ausscheiden aus dem Auricher Kreistag habe ich mehr persönliche Freiheit und Zeit gewonnen, um mich neuen Aufgaben und Herausforderungen zu stellen. Ich möchte im Zusammenwirken mit den Mitgliedern unserer Partei im Kreisverband Aurich-Norden und im Kreisverband Emden dafür kämpfen, dass wir in unserem Wahlkreis ein besseres Wahlergebnis erzielen als im Jahr 2013, mit einem guten Erst-und Zweitstimmenergebnis.

3. Neben den die aktuelle politische Diskussion bestimmenden Themen rund um die innere Sicherheit wird und muss es im Wahlkampf aber auch um unsere politischen Kernthemen gehen. Wir sind als Grüne trotz aller Bemühungen anderer Parteien immer noch die treibende Kraft, wenn es um Fortschritte in der Umweltpolitik, in der Energiepolitik, in der Landwirtschafts-und in der Verbraucherschutzpolitik geht. Hier möchte ich zusammen mit den Mitgliedern im Wahlkreis einen Schwerpunkt im Wahlkampf setzen. Meine berufliche Heimat ist die ökologische Landwirtschaft. 1988 habe ich den elterlichen Betrieb auf ökologische Landwirtschaft umgestellt, weil es mir ein Herzensanliegen ist, dass wir nachhaltig und gerecht ökologische Lebensmittel produzieren.Landwirtschaft und die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher hängen eng zusammen. Egal ob es sich um übermäßigen Düngemitteleinsatz, den Einsatz von Pestiziden oder die Haltung unserer Nutztiere mit übermäßigem Medikamenteneinsatz handelt: es besteht immer ein Zusammenhang zwischen der Landwirtschaft, den Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher und natürlich auch dem Umweltschutz. Wir kämpfen für eine Landwirtschaftspolitik, die ökologisch und regional ist, die ohne Massentierhaltung auskommt und die gesunde Lebensmittel für die Menschen produziert. Weser-Ems ist in dieser Hinsicht ein Brennpunkt und wir tragen besondere Verantwortung, dass hier ein Wandel gelingt. Ich bin ein vehementer Verfechter des Ausbaus der regenerativen dezentralen Energieerzeugung. Ich möchte aber auch, dass die Interessen betroffener Bürgerinnen und Bürger ernst genommen und berücksichtigt werden wenn es um Standorte oder Leitungsbau geht. Ein wichtiges Augenmerk gilt der Speicherung des regenerativen Stroms.Kohlekraft-und Atomkraftwerke müssen der Vergangenheit angehören. Ostfriesland ist schon lange Vorreiterregion für erneuerbare Energien. Das soll zukünftig auch für Speichertechnologien gelten. Hier müssen wir unseren politischen Einfluss geltend machen,damit ausreichend Fördermittel fließen und innovative Kräfte sich entwickeln können.

4. In Deutschland beklagen wir seit langem ein Auseinanderdriften der Gesellschaft. Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer mehr. Ein Anliegen Grüner Politik muss es sein, dass Bildung,Gesundheitund soziale Teilhabe nicht von der Herkunft oder vom Geldbeutel der Eltern bestimmt werden. Wir müssen auch in Zukunft dafür kämpfen, dass das Steuersystem gerechter wird und tatsächlich diejenigen steuerlich belastet werden, die über ein hohes Einkommen verfügen und deshalb auch die Verpflichtung haben, mehr zur Finanzierung unseres Gemeinwesens beizutragen.

5. Zum Schluss: Ich bin seit 2010 Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen. 2011 wurde ich für die Grünen direkt in den Kreistag im Landkreis Aurichgewählt und habe im Finanz- und im Wirtschaftsausschuss Grüne Politik vertreten. Die politische Arbeit ist mir wichtig und macht mir Freude. Auch wenn ich meine berufliche Zukunft nicht in Berlin sehe, möchte ich darum im kommenden Bundestagswahlkampf zusammen mit den Kreisverbänden Aurich-Norden und Emden für ein starkes Erst-und Zweitstimmenergebnis in unserem Wahlkreis kämpfen. Denn wir alle tragen Verantwortung dafür, dass es nach der Wahl in Berlin zu einer Politik in unserem Sinn kommt: Für den Erhalt unseren offenen Gesellschaft, für mehr Gerechtigkeit und den ökologischen Wandel. In diesem Wahlkampf geht es um viel. Ich freue mich darauf, die vor uns liegende Aufgabe gemeinsam mit euch in Angriff zu nehmen und hoffe auf eure Unterstützung.

Euer Garrelt Agena